Mein Weg

Wie in vielen anderen Berufen auch bedeutet langjährige Berufserfahrung, jahrelanges Lernen. In der “Arbeit” mit Menschen, Therapie oder Beratung, bin ich so erfolgreich, weil ich über all die Jahre neugierig geblieben bin, die Menschen mag so wie sie sind (meistens ^^ ) und ich mich voller Vorfreude auf jeden Einzelnen neu einlassen kann.

Ein stetig wachsendes, sich ergänzendes und berufsübergreifendes Netzwerk hilft mir, tagtäglich, über meinen Tellerrand zu schauen. So bleibe ich nicht verhaftet in einem “psychologischen” Denken, lerne von anderen Berufszweigen und erweitere mein Wissen. Das dies der richtige Weg ist zeigt neben meiner Bodenständigkeit, meine für jederman verständliche, klare Sprache und die Fähigkeit flexibel zu sein und daher in persönlichem Kontakt, über digitale Medien oder per Telefon arbeiten zu können.

Die Ausbildungen

Das Studium der Psychologie mit dem Abschluss eines Diploms, die Ausbildung zur klinischen Psychologin, war und ist die Basis meiner beruflichen Tätigkeit. Von dieser aus bin ich gestartet und auf dieser bilde ich mich stetig weiter. Ich habe gelernt die erlernten Therorien zu prüfen und das geprüfte theoretische Wissen praktisch anzuwenden.

Die Ausbildung in systemischer Therapie hat mir den Blick für das große Ganze geöffnet. Ich habe gelernt unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen, die Strukturen in denen jeder Einzelne existiert zu verstehen und die Systeme, die Rollen, die Bindungen in denen wir alle leben zu analysieren, zu erklären und Wege zur Veränderung aufzuzeigen.

Die Zusatzausbildung, Fachpsychologin für Rechtspsychologie ist eine Spezialisierung in einem Gebiet das mich besonders interessierte. Viele Jahre habe ich im Familienrecht Gutachten erstellt. In ganz Deutschland habe ich unzählbar viele Hausbesuchen, Gespräche mit Vätern, Müttern, Kindern, aber auch Jugendämtern, Pädagogen, Sozialarbeitern, Anwälten und Richtern geführt. Gutachten sind entstanden, wie Bücher in denen die Geschichte der Familie erzählt wird, meist mit viel Trauer über verlorene Träume und abhanden gekommene Ideale…

In früher Jugend wollte ich als Mechanikerin in einer Autowerkstatt arbeiten, vielleicht ist daraus die Spezialisierung zur Fachpsychologin für Verkehrspsychologie entstanden?! Das Kraftfahrzeug, die damit verbundene Unabhängigkeit und das Gefühl von Freiheit, hat mich nie ganz losgelassen. Bis heute ist mein Auto ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und Berufsalltags. Die Umsetzung in eine mobile psychologische Beratungspraxis in Form des “Sachverstand”-Busses war daher wohl nur eine Frage der Zeit. Ich möchte das jeder der fahrgeeignet ist auch fahren darf. Daher sollen all jene die vom Weg abgekommen sind auch schnellstmöglich ihren Führerschein zurückbekommen!

Nur privat?!

Mit dem Gesundheitswesen, auch wenn es in vielen Bereichen besser funktioniert als in der restlichen Welt, konnte ich mich noch nie wirklich identifizieren. Eine Zulassung von den Krankenkassen, die dann meine Arbeit bezahlt hätten habe ich daher, bis heute, nie angestrebt. Der Nachteil, jeder der mit mir arbeiten möchte, muss mich selbst bezahlen. Daher habe ich auf Anfrage eine unbezahlbare Sprechstunde. In dieser muss man mir, statt Geld, ein Buch mitbringen. Eine gute Lösung für alle, wie ich Leseratte finde.

Ohne Gesundheitswesen kann ich sehr flexibel arbeiten. Ein erstes Gespräch findet, bis auf meinen Jahresurlaub, innerhalb von 14 Tagen statt. Oft können Termine noch in derselben Woche stattfinden. Die zeitlichen Abstände von Folgeterminen kann jeder Klient selbst festlegen. Auch die freie Ortswahl sehe ich als einen Vorteil. Eine individuelle und persönliche Betreuung bedeutet für mich, der Klient entscheidet ob er sich in einer Praxis (Rinnthal / Landau), im Sachverstandbus oder im Hausbesuch mit mir treffen will.

Eine ganze Zeit meines Lebens, 16 Jahre hatte ich meine Praxis in Annweiler. Zuerst war ich alleine, dann hatte ich einige Jahre bis zu vier Mitarbeiter und habe Praktikannten und Kollegen in Ausbildung beschäftigt.  Als all das hat angefangen immer mehr und mehr Zeit in meinem Leben zu beanspruchen. Dadurch habe ich fast vergessen mich ausreichend um mich zu kümmern.

Mal etwas anderes, woanders tun erweitert den Horizont

Also habe ich die Praxis für zwei Jahre geschlossen um mich auf Anstellungen am Meer zu bewerben. Ich hatte die Wahl zwischen Langeoog, einer Insel auf der keine Autos fahren (ohne Auto ^^ nichts für mich) und eine Klinik für Kinder und Jugendliche auf Usedom an der Ostsee. Natürlich habe ich mich für die Ostsee entschieden und mich auch sofort unsterblich in sie verliebt.

Nach einem knappen Jahr habe ich aber gemerkt, dass mir das doch zu weit weg ist (12 Stunden Fahrt), von meiner geliebten Pfalz . All meine Freunde, meine Familie habe ich viel zu selten gesehen und auch immer viel zu kurz. Also bin ich weitergezogen nach Bad Kissingen. Die Heiligenfeldtkliniken haben den Ruf die besten Arbeitgeber zu sein. Das wollte ich ausprobieren. Nachdem ich dort ein paar Monate gearbeitet hatte ergab sich eine noch viel spannendere Möglichkeit.

Ein Projekt für schwer erziehbare Jugendliche in Irland suchte eine Leitung. Irland, ein schönes Land, eine Sprache die ich beherrsche und ein spannendes Aufgabenfeld. Da konnte ich nicht widerstehen. Leider waren die Arbeitsbedingungen nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Angestellt sein hat Vorteile, aber…

Zurück in der Pfalz versuchte ich es mit einer Halbtagsstelle in einem Kinderheim und der Wiedereröffnung der Praxis. Dabei musste ich feststellen das ich sehr schnell wieder viel zu viel arbeitete und meine Freizeit völlig auf der Strecke blieb. Also beschloss ich mich wieder ganz und gar auf meine psychologische Praxis einzulassen.

Um nicht wieder in altes Fahrwasser zu geraten reduzierte ich mein Angebot auf die Verkehrspsychologie und die systemische Therapie. Da ich die Erfahrung gemacht hatte wie gut es tut mit anderen zusammenzuarbeiten suchte ich mir für jedes zweite Wochenende einen Job als Nachtwächter in einem Gästehaus.

Endlich hatte ich einen guten Ausgleich zwischen psychologischer Arbeit und einer alltagsnäheren Tätigkeit. Einige Jahre hat diese gute Balance mein Leben bereichert. Ich bin als Nachtwächterin mit tollen Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt gekommen, hatte während der Woche die mindestens ebenso tollen Menschen aus der näheren Umgebung um mich und war zufrieden.

Medizinisches Cannabis

Ich wäre ja aber nicht ich, wenn ich nicht irgendwann wieder ein “spezielles” Thema gefunden hätte. Etwas das mich so fasziniert das ich mich hineinfuchsen muss. Schuld war ( ^^ ) der erste Klient mit medizinischem Cannabis der seinen Führerschein verloren hatte. Welch ein spannendes Thema!

Daraus wurden dann Vorträge für Begutachtungsinstitute, Kollegen, Ärzte und Cannabispatienten. Schnell kamen Vortragsreisen mit den zwei Fachanwälten für Strafrecht Patrick Welke und Dr. Jörg Becker hinzu. Da das Thema noch so neu war, im März 2017 gab es dazu erst ein Gesetz, wollten viele Menschen gerne mehr darüber wissen. So waren wir, die Rechtsanwälte und ich, schnell deutschlandweit  unterwegs.

Ich suchte zusätzlich nach weiteren Möglichkeiten das Wissen über medizinisches Cannabis zu verbreiten. Also installierte ich eine Patientengruppe für MPU mit medizinischem Cannabis auf Facebook, trat dem Verein Bund deutscher Cannabis-Patienten bei. Daraus wurde dann die Entwicklung einer Weiterbildung zum Sachverständigen für Cannabis Medikation mit der ich, in meiner Freizeit auch jetzt noch beschäftigt bin.

Petra Dahl
Petra DahlDiplom Psychologin
Fachpsychologin für Verkehrspsychologie (BDP)
Fachpsychologin für Rechtspsychologie
Systemische Therapeutin
Sachverständige für Cannabis-Medikation

Berufsspezifische Qualifikationen

1999 Diplom Psychologin (Univ.),Schwerpunkt Klinische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Landau/Pfalz
1999 – 2000 Systemische Therapeutin, Familienberatung
2000 – 2006 Fachpsychologin für Verkehrspsychologie (BDP)
1999 – 2002 Rechtspsychologie (BDP)

Erfahrung / Tätigkeiten

Aktuell Psychologische Praxis Petra Dahl, Rinnthal
Hauptstr. 13, 76857 Rinnthal,
und
Gemeinschaftspraxis mit Gabriele Nicklis,
Beratungsstelle “Weißes Kreuz”,
Zeppelinstr. 31 b, 76829 LandauSystemische Therapie:
Familien-, Paar-, Einzelberatungen, lösungs- und ressourcenorientiert. Skulptur- und Familienaufstellungen mit Realpersonen/Familienbrett. Kurzzeittherapie, Supervision, Schulungen.Rechtspsychologie:
Beratung für familiengerichtliche Verfahren,Vorträge und Schulungen fachfremder Berufsgruppen.

Verkehrspsychologie:

Verhaltensmodifikation zur Führerscheinwiedererteilung, Aktivierung und Anregung der eigenständigen Veränderung, Gruppenveranstaltungen für Menschen mit Schwierigkeiten ihren stofflichen und nichtstofflichen Konsum zu kontrollieren (GET UP).

Supervision:
Einzel-, Team und Organisationssupervision.

2014 Projektleitung, Auslandsmaßnahme für verhaltensauffällige Jugendliche, County Cork, Irland

Bezugstherapeut, psychosomatische Klinik, Haus Rosenberg, Heiligenfeldtklinik, Bad Kissingen

2013 – 2014 Psychologische Leitung Psychosomatik Eltern-Kind, MedigreifInselklinik Heringsdorf, Haus Gothensee
2000 – 2013 Psychologische Praxis Petra Dahl, Annweiler am Trifels
Systemische Therapie – Rechtspsychologie – Verkehrspsychologie – Supervision
2000 Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde durch nichtärztliche Psychotherapeuten, Kreisverwaltung SÜW
2000
Bezugstherapeut, Fachklinik Eußerthal (cand.)
1994 Psychologische Beratungsstelle für Erziehungsfragen, Caritas-Verband, Landau / Pfalz (cand.)
1987 Werk-, Beschäftigungs- und Gestaltungstherapie, Rheinische Landeskliniken Bonn (cand.)

Berufsspezifische Fortbildungen

2015 IAS Karlsruhe, Begutachtung unter Berücksichtigung von Einzelfällen, IAS AG Karlsruhe

Fahrassistenzsysteme (FAS) und Automatisierung im Fahrzeug, BDP & SRH Heidelberg

28. Heidelberger Kongreß des Fachverbandes Sucht e.V.

2012 „Jugend, Sucht, Gewalt“, Vereinigung gegen Drogenmissbrauch, Neustadt/W
Eltern-Kind-Bindung im Kontext von Fragestellungen zur Sorge/Umgangsrecht und Kindeswohlgefährdung
2011 18. Deutscher Familien Gerichtstag, Brühl
Informations- und Erfahrungsaustausch, ABV Landau
Dynamik und Mechanismender Konflikteskalation, Axel Mecke,Heidelberg
2010 Energetische Psychotherapie, Landesärztekammer Rheinland-Pfalz
Forum FamFG, Professionen im Diskurs,bke, Fulda
Schreiben, Beurteilen und Verstehen von Fahreignungsgutachten, GUVU, Köln
Netzwerkarbeit im Kinderschutz – die Balance zwischen Informationsbedarf und Datenschutz, Netzwerk Germersheim
2009 Rechtsmedizinische Interpretation kindlicher Verletzungen: Unfall, Krankheit oder Misshandlung, Dr. Navarro, Pirmasens
„Tiergestützte Therapie mit einem Therapiebegleithund“, Akademie für Fort- und Weiterbildung, Kaiserslautern
2008 13. Jahrestagung der Gesellschaft für die seelische Gesundheit in der frühen Kindheit (GAIMH), Freiburg
2007 Hochstrittige Elternkonflikte, bke,Augsburg
17.Wissenschaftliches Symposium in Tutzing „Alkohol in Deutschland und Europa“, DHS
17. Deutscher Familien Gerichtstag, Brühl
2006 Tag der Rechtspsychologie, „Aussage gegenAussage“, BDP
Erhalt und Wiedererlangung der Fahreignung durch Verkehrspsychologische Beratung, GUVU, Köln
2005 Hospitation, Begutachtungsstelle für Fahreignung, TÜV Landau / Pfalz
Bewerten und Verstehen von Fahreignungsgutachten,GUVU, Köln
2004 Rheinische allgemeine Psychotherapietage, Landeskliniken Psychiatrie, Bonn
2001 Deutscher Psychologentag 2001, 21. Kongress für Angewandte Psychologie, BDP, Bonn
Raus aus Gewaltkreisläufen! Präventions- und Interventionskonzepte, ajs, Stuttgart
5. Rheinische Verbundtagung Kinder und Jugendliche, Landeskliniken Psychiatrie, Bonn