Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Warum eigentlich MPU?

Die Verwaltungsbehörden könnten rein theoretisch intuitiv entscheiden, wer den Führerschein zurückbekommt und wer nicht. Das ist aber nicht ihre Aufgabe und wäre vielleicht auch nicht wirklich gerecht.

Daher geben die Behörden einen Auftrag zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, die nach zuvor deutschlandweit festgelegten Kriterien durchgeführt wird. Das dort erstellte MPU-Gutachtens hilft der Behörde, auf der Grundlage einer psychologischen und medizinischen Prognose eine Entscheidung zu treffen.

Die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen

Man hört viele Gerüchte. Die Fakten sehen anders aus (Stand 2023): Von 82.261 MPUs wurden nur 39 % als ungeeignet eingestuft. 57 % haben bestanden (4 % erhielten eine Kursempfehlung). Es ist also absolut machbar! Wichtig: In der MPU gibt es keine „Fangfragen“ und keine Quote, wie viele durchfallen müssen. Es zählt allein Ihre Veränderung.

Sie haben vermutlich eine Auflage erhalten, weil einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Alkohol: Ab 1,6 ‰ (auch Fahrrad/E-Scooter), ab 0,8 mg/l Atemalkohol oder bei Wiederholungstaten.

  • Auffälliges Verhalten: Aggression unter Alkohol oder bekannter Missbrauch ohne Fahren.

  • Probezeit: Verstöße mit mehr als 0 ‰.

  • Punkte: 8 Punkte oder mehr in Flensburg.

  • Drogen/Medikamente: Auffälligkeiten mit illegalen Drogen, Medikamentenmissbrauch oder Besitz (auch außerhalb des Straßenverkehrs).

  • Gesundheit: Körperliche oder psychische Einschränkungen der Fahreignung.

Tipp: Sobald einer dieser Punkte zutrifft, melden Sie sich sofort bei einem Verkehrspsychologen. Warten Sie nicht auf die Behörde!

Das klären wir im Erstgespräch, da es vom Einzelfall abhängt.

  • Ganz sicher Abstinenz: Bei diagnostizierter Abhängigkeit, gescheiterten Versuchen der Kontrolle oder Wiederholungstaten.

  • Kontrolliertes Trinken: Möglich bei einer Abstinenzauflage von 3 Monaten und weiteren PEth-Messungen.

Ich arbeite mit Ärzten zusammen, um kostengünstige Wege für Sie zu finden.

  • 6 Monate: Mind. 4 Urinkontrollen oder 2 Haaranalysen (Alkohol) / 1 Haaranalyse (Drogen).

  • 12 Monate: Mind. 6 Urinkontrollen oder 4 Haaranalysen (Alkohol) / 2 Haaranalysen (Drogen).

  • 15 Monate: Mind. 7 Urinkontrollen oder 5 Haaranalysen (Alkohol) / 3 Haaranalysen (Drogen).

Ich bereite Sie nicht nur auf die Fragen vor, sondern helfe Ihnen, den Führerschein dauerhaft zu behalten.

  • Verständnis: Wir klären Ablauf, Hintergründe und die „Sprache“ der Gutachter.

  • Aufarbeitung: Wir analysieren Ihre persönlichen Hintergründe und Motive (Warum ist es passiert?).

  • Veränderung: Wir entwickeln neue Verhaltensweisen und Notfallpläne zur Rückfallvermeidung.

  • Effizienz: Ich achte auf ein kosten- und zeitsparendes Vorgehen.

Das entscheiden im Grunde Sie. Die Dauer hängt von Ihrer Mitarbeit und der Sachlage ab. Sie erhalten den Führerschein nicht „automatisch“ nach Ablauf einer Sperrfrist zurück, sondern erst mit positiver MPU. Durch Eigeninitiative können Sie die Zeit ohne Führerschein oft erheblich verkürzen.

  • Beratung: Die Kosten für die Vorbereitung lassen sich nach einem ausführlichen ersten Beratungsgespräch abschätzen.

  • MPU-Kosten: Die Preise für die Begutachtung variieren je nach Institut. Fast alle Institute bieten Ratenzahlung an.

Nein. Seit 2009 muss ein EU-Führerschein von Personen mit deutschem Wohnsitz nicht mehr anerkannt werden (Urteil des EuGH).

  • Auch „alte“ gekaufte Führerscheine sind oft ungültig.

  • Voraussetzung wäre ein Wohnsitz von mind. 185 Tagen im Ausstellungsland (reine Ummeldung reicht nicht, es wird geprüft!).

  • Risiko: Bei einer Kontrolle droht eine Anklage wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Das bedeutet: Strafverfahren, viel Geldverlust und wieder eine MPU-Anordnung.

  • Fallen Sie bitte nicht auf Lockangebote im Internet herein!

Cannabis am Steuer

Sperrzeit verkürzen

Rechtliche Hintergründe (CanG)

Hilfe-Gruppe: Get Up