Beratung findet bezogen auf Ihren “Auftrag” statt. Sie kommen also mit einer von Ihnen als problematisch empfundenen Situation, “dem Auftrag” und nur dieser wird meist sogar nur in einer Einheit bearbeitet. Es geht dabei, wie in den anderen Angeboten um Ihre individuelles Bedürfniss und es wird ebenso “auf gleicher „Augenhöhe“, lösungsorientiert und zielfokussiert gearbeitet. Die Zusammenarbeit führt, wie alle anderen Angebote auch, zu mehr Selbstreflexion und -wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, dem Abbau blinder Flecken und dem Aufbau neuer Gesichtspunkte mit daraus resultierenden neuen Handlungsmöglichkeiten. Die Symptome die Unzufriedenheit und einen Leidensdruck auslösen sind oft eine Blockade die verhindert dass Sie sehen was zu einer Verbesserung führen würde. Dies ist häufig durch eine Erweiterung und Veränderung des Blickwinkels zu beseitigen. Denn, Syptome ändern sich nur wenig, verlagern sich meist nur an einen anderen Ort, wenn die Ursache dafür unverändert bleibt.

Hierbei kann es um einen Konflikt in der Partnerschaft gehen, eine Situation auf der Arbeit oder ein persönlicheres Problem wie Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Unmotiviertheit, Resignation Coaching (jemanden betreuen, trainieren). Es ist eine Begleitung bei der Umsetzung eines bestimmten Themas, einem Prozess. Dies kann beruflich sein oder private Inhalte haben. Im Vordergrund steht dabei auch immer Ihre Zielsetzung, bzw.  Ihr aktuelles Anliegen. Nachdem der “Auftrag” feststeht wird von mir ein Konzept erarbeitet und Ihnen vorgelegt. Ein Coaching findet auf der Grundlage eines „psychologischen Vertrages“ statt, indem schriftlich und verbindlich der zeitliche Rahmen der Einheiten, die Gesamtdauer und mögliche Ziele, Vorgehensweisen und verwendete Methoden, das Ausmaß der gewünschten Veränderung, Grenzen und „Tabuzonen“ uvm. festgehalten wird. Therapie bedeutet (Dienst, Pflege, Heilung) und bezeichnet normalerweise Maßnahmen die aufgrund von Diagnosen für einen Behandlungsprozess festgelegt werden. Diese beruhen auf einer Störungslehre die dem Selbstverständnis des deutschen Gesundheitssystems entsprechen (Auswirkungen im System werden als Personenzugehörig angesehen und Auffälligkeiten/anders sein als krank/fehlerhaft angesehen).

Die systemische Therapie arbeitet nicht mit einer Störungslehre. Sie nutzt notgedrungenerweise deren Begriffe da die berufsspezifische Fachsprache daran ausgerichtet ist. Die Methoden und Interventionen sind jedoch, auch in der Therapie, eine auf Lösungen orientierte, nicht störungsorientierte  Herangehensweise. In der Systemischen Therapie werden soziale oder psychische Schwierigkeiten als prinzipiell erklärbare, nachvollziehbare und damit verstehbare Reaktion auf Probleme oder Anforderungen gesehen. Ein System kann eine Ressource (Hilfsmittel) sein, durch das eine Person Fähigkeiten und Stärken entwickeln kann, aber auch zu Symptomen in Form von “Verhaltensauffälligkeiten in einem System” führen. Hierzu ein Beispiel: Heirat und die “Schwiegerfamilie”

Die Integration in ein neues (Familien-) System führt naturgemäß häufig zu Schwierigkeiten. Die “Schwiegerfamilie” hat eigene, unausgesprochene Regeln und Rituale. Verständnisprobleme für die verschiedene Verhaltensweisen im Zusammenleben mit den anderen, neuen Menschen entstehen auf beiden Seiten. Situationen für die man kein passendes Verhaltensrepertoire hat führen zu schmerzhaften Prozessen in denen man durch Versuch und Irrtum lernt. Die Schwiegerfamilie kritisiert die Entscheidungen der jungen Familie direkt oder indirekt, fühlt sich kritisiert und abgewertet.

Heraus zu finden wie man sich am besten in diesem System ausrichtet, ist oft langwierig und schwierig. Hier kann man sich in systemischer Arbeit Hilfestellungen holen. Systemische Hilfe für Einzelpersonen ist in “fremden” Systemen immer dann besonders hilfreich, wenn man den eigenen Standort neu bestimmen möchte – oder muss.

Jedes System, der einzelne Mensch – Familien, Betriebe etc. – funktioniert wie ein Mobile, ist ein Teil aus dem Gleichgewicht verändert sich zwangsweise auch alles andere. Das Symptom, die Schwierigkeit eines einzelnen Menschen mit einer Situation, ist daher immer nur ein Teil des großen Ganzen, ein Zeichen, dass das Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Hier schaut die systemische Ausrichtung nach dem Ungleichgewicht und sorgt für eine Umverteilung, hin zum Gleichgewicht. Dadurch wird das Leben weniger anstrengend und der Mensch kann gesund werden. Schauen Sie sich das Bild an, ziehen Sie in Ihrer Phantasie an einer der hier abgebildeten Figuren so bleibt keine andere an ihrem vorherigen Platz.

Mobile, ein Beispiel für ein System

Mobile, ein Beispiel für ein System

Alles kommt in Bewegung! Und das ohne das sie die anderen berührt haben. Daher kann man an Systemen arbeiten, auch ohne das die anderen anwesend sind! Übertragen auf das reale System in dem Sie leben genügt schon eine minimale Veränderung be Ihnen und es müssen sich auch andere Menschen in diesem System verändern. Systemisches Vorgehen arbeitet mit in Ihnen versteckten Lösungen und schafft neue. Die Möglichkeiten (wieder) zu finden, zu aktivieren und zu nutzen was in Ihnen ist, macht die Veränderung leichter und langfristiger. Die Problemlösungsstrategien und Veränderungsmöglichkeiten sind daher  immer auch auf langfristige, stabile und übertragbare Ergebnisse ausgerichtet.