Psychologische Praxis Petra Dahl  
            Diplom-Psychologin (univ.) - Systemische Therapeutin - Rechtspsychologin - Fachpsychologin für Verkehr (BDP)  
                           in Rinnthal, Landau  & als mobile Praxis - mit dem "Sachverstand" auf 4 Rädern   
 
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Sperrzeitverkürzung

Was ist das Sperrzeit? 

Die vom Gericht festgesetzte Sperrfrist weist die Fahrerlaubnisbehörde an Ihnen vor Ablauf der bestimmten Frist, mit und ohne positives MPU Ergebnis, keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen (Ihre alte Fahrerlaubnis ist mit Rechtskraft der Entscheidung erloschen).  

Warum gibt es die? 

Diese Regelung schützt die Allgemeinheit vor nachgewiesenermaßen sich fehlverhaltenden, daher ungeeigneten Kraftfahrern.

Sie soll eine Frist zur Einstellungsänderung und zum Nachdenken über eigene Fehler sein.

Wie lange ist die? 

Das Gericht kann die Dauer der Sperre auf 6 Monate bis 5 Jahre festlegen; sie beginnt mit der Rechtskraft des Urteils, wobei in der Regel die Zeit einer vorläufigen Entziehung, Sicherstellung bzw. Beschlagnahme des Führerscheins in die Frist eingerechnet wird.

Sperrfristverkürzung

Das Gericht kann nach § 69a Abs. 7 StGB die angeordnete Sperrfrist im Nachhinein verkürzen.  

  • Wenn Grund zu der Annahme besteht, dass der Betroffene zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht mehr ungeeignet ist.
  • Voraussetzung ist jedoch, dass die Sperre mindestens 3 Monate (im Wiederholungsfall 1 Jahr) gedauert hat. 

Dazu müssen neue Tatsachen vorgetragen werden, die zum Zeitpunkt der Verurteilung noch nicht vorgelegen haben.

 

Was können Sie selbst dafür tun? 

Ein sog. Nachschulungskurs, eine Aufbauseminar oder die Teilnahme an einer verkehrstherapeutischen Maßnahme geben Ihnen die Möglichkeit, eine vom Gericht verhängte Sperrzeit um mehrere Monate zu verkürzen.

Es empfiehlt sich jedoch, sich vorab bei dem jeweiligen Gericht zu informieren, ob durch die Teilnahme an einer solchen Nachschulung etwa für alkoholauffällige Kraftfahrer eine Abkürzung der Sperrfrist in Betracht kommt, auch wenn das Gericht dazu noch keine bindende Entscheidung fällen wird.

Hierüber entscheidet der Einzelrichter auf Antrag des Betroffenen und nur wenn neue Tatsachen vorliegen, die die Annahme der Wiedereignung auch wirklich rechtfertigen.           

 

Ich biete Ihnen hierzu die verkehrstherapeutische Maßnahme, über die nach Abschluß ein Therapie-Bericht gefertigt wird. Dieser wird dem „Antrag auf Verkürzung der Sperrfrist gemäß § 69a StGB” beigelegt. Der Antrag ist an keine bestimmte Form gebunden und kann von Ihnen selbst gestellt werden.   

 

Wann kann ich den Antrag auf Wiedererteilung meines Führerscheins stellen? 

Frühestens 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist können Sie einen Antrag bei der örtlich zuständigen Fahrerlaubnisbehörde stellen. Dort wird geprüft, ob Sie die Voraussetzungen für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis erfüllen.